FRAGE 1: In Mönchengladbach existiert ein rechtsgültiger Flächennutzungsplan in dem zwei Windvorrangzonen ausgewiesen sind. Es besteht keine Verpflichtung, weitere Windvorrangzonen auszuweisen.


Welche grundsätzliche Position nimmt Ihre Partei dazu ein?

ANTWORT CDU

 Unsere Stadt hat ihren Beitrag für die erneuerbare Energie aus Windkraft auch im Vergleich zu anderen Großstädten gut erfüllt. Die Stadt Mönchengladbach hat in der Vergangenheit bereits sogenannte Vorrangflächen ausgewiesen. Hinter dieser Entscheidung stand, dass man in diesem Umfang Bedarf für Windkraftanlagen in Mönchengladbach gesehen hat, aber darüber hinaus nicht. Diese Entscheidung ist nach wie vor richtig und damit die Ausweisung weiterer Flächen nicht sinnvoll.


Frage 2: Die NEW AG plant über die vorhandenen Standorte für Windkraftanlagen (WKA) in Wanlo und Piperlohhof hinaus zwei weitere Standorte in der Nähe des Hardter- und des Buchholzer Waldes mit jeweils zwei WKA. Dazu ist nach einschlägiger Rechtsprechung eine das gesamte Stadtgebiet umfassende Potenzialanalyse erforderlich, die die NEW AG in Auftrag gegeben hat. Nicht auszuschließen ist, dass auf Basis der Analyseergebnisse auch andere Investoren im Mönchengladbacher Stadtgebiet WKA errichten wollen.


Frage 2 Wie will Ihre Partei verhindern, dass die NEW oder andere Investoren zu den vorhandenen 13 WKA weitere errichten können?

 ANTWORT CDU

Wir sehen keine Veranlassung oder gar Verpflichtung weitere Vorrangflächen auszuweiten. Die CDU hat auch auf Bundesebene deutlich gemacht, dass sie gegen die Überförderung der Windkraft vorgehen möchte. Wir  müssen aufpassen, dass wir unsere ohnehin dicht besiedelte Landschaft nicht mit Windrädern zustellen, deren Effizienz viel geringer als zum Beispiel bei Offshore-Anlagen in der Nordsee ist. Das hilft nicht der Umwelt, sondern lohnt sich allenfalls für die Betreiber der Anlagen. Priorität muss jetzt der Anschluss dieser bis zu acht Mal ergiebigeren Windräder an das nationale Stromnetz haben.


 

In NRW gelten für WKA keine festen Abstandsregeln (in Metern) zur Wohnbebauung.

WKA zählen in NRW zu den Industrieanlagen und unterliegen hinsichtlich der Abstände zur

nächsten Wohnbebauung der TA-Lärm, wodurch Abstände von 3,5-fache der Höhe der WKA

möglich sind. Bei eine WKA mit einer Anlagenhöhe von 150 Metern würde ein solcher Abstand nur

etwa 500 Meter als zulässig denkbar sind. Als vertretbar wird in Fachkreisen ein Abstand die so genannte „10-H-Regelung“ angesehen, was bei 150 Meter Anlagenhöhe zu einem Abstand von 1.500 Meter von der nächsten Wohnbebauung führen würde.


Frage 3 Welche Position vertritt dazu Ihre Partei?

ANTWORT CDU

Der Abstand sollte mindestens das Zehnfache der Anlagenhöhe betragen. Dies sind bei der durchschnittlichen Größe mindestens 1500 Meter und entspricht damit im Übrigen der Genehmigungspraxis der früheren CDU-Landesregierung. Leider sind die Abstandsflächen von Rot-Grün verringert worden.

  Frage 4 Wie wird Ihre Partei sich für die Durchsetzung dieses Bürgerwillens einsetzen?

ANTWORT CDU
Weniger Förderung und mehr Abstand zur Wohnbebauung werden grundsätzlich dazu führen, dass Investoren neue Anlagenstandorte besser prüfen müssen. Wer die Situation in Mönchengladbach betrachtet, wird einsehen, dass hier nicht der richtige Ort für weitere Windkraft-Anlagen ist.

  Anerkannte Institute bescheinigen WKA den gesundheitsgefährdenden Infraschall, gegen dessen

Auswirkungen nur ein großer Abstand zur Wohnbebauung helfen würde.

Frage 5 Welche Position nimmt Ihre Partei zu diesen Gefährdungen ein?

 ANTWORT CDU

Wir sollten solche Berichte durchaus beachten. Nicht zuletzt deshalb setzen wir uns auch generell für einen größeren Abstand von Windkraftanlagen ein. In Mönchengladbach wird es vor diesem Hintergrund schwer, überhaupt einen Standort zu finden, der diese Auflagen erfüllen könnte.

 

Waldgebiete sind Naherholungsgebiete. Durch WKA werden solche Naherholungsgebiete zersiedelt und zerstört, und dort Lärm erzeugt, wo bislang keiner zu empfinden ist.

Im Gegensatz zum Landesdurchschnitt NRW, dessen Fläche aus 26% Waldfläche besteht, verfügt

Mönchengladbach nur unter 12%.

Frage 6 Wie will Ihre Partei verhindern, dass die Naherholungswirkung Mönchengladbacher

Wälder durch WKA zerstört wird?

 ANTWORT CDU

Die schon genannten Argumente gegen weitere Windkraftanlagen gelten für das gesamte Stadtgebiet und damit auch für unsere Waldflächen. Wir favorisieren Anlagen im Meer, wo der Wind auch kräftig weht.

 

Voraussetzung und Folge der Errichtung von WKA ist die Versiegelung großer Flächen.

Dazu zählt neben einer Stellfläche von mindestens 40 Meter x 40 Meter u.a. und für den Kran 69

Meter x 94 Meter, die Mindestanforderung einer befestigten Fahrbahnbreite von mindestens 5.50

Meter, im Kurvenbereichen ca. 30 Meter bei einem Kurvenradius von ca. 32 Metern, die an 365

Tagen pro Jahr (24 Stunden lang) befahrbar gehalten werden müssen.

Frage 7 Wie will Ihre Partei diese unnötige Flächenversiegelung verhindern?

ANTWORT CDU
Hier verweisen wir auf die vorherigen Antworten. Wir stehen weiteren Anlagen in unserer Stadt sehr skeptisch gegenüber. Die Flächenversiegelung ist ein weiteres Argument, dass bedacht werden sollte.